Fast Food
Bildungsplanbezug:
Ernährung
Vorauszusetzende Kompetenzen fachlich:
Inhaltsstoffe von Lebensmitteln kennen und bewerten können; die Ernährungspyramide kennen.
Vorauszusetzende Kompetenzen methodisch:
Das Präsentationsprogramm „PowerPoint“ bedienen können; die Methode "Expertenrunde" kennen.
Autorin: Alexandra Zach
Schularten: Realschule (Hauptschule; Gymnasium)
Fach: Mensch und Umwelt
Zielgruppe: 10
Zeitumfang: Vier Stunden
Die Gesamtstundenzahl der Unterrichtseinheit hängt davon ab, ob die Schülerinnen und Schüler bereits:
- mit dem Programm Powerpoint gearbeitet haben.
- die Unterrichtsmethode „Expertenrunde“ kennen.
Eine knappe Einführung in den Umgang mit dem Programm Powerpoint kann innerhalb einer Unterrichtsstunde realisiert werden. Im folgenden Unterrichtsverlauf wird davon ausgegangen, dass die Klasse Erfahrungen in den beiden Bereichen gesammelt hat.
1. Stunde – Einführung
Die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler wird durch ein Rollenspiel geweckt (siehe die beiden Arbeitsblätter „Fast Food – Rollenkarte Supermama“ und „Fast Food – Rollenkarte Kind“). Ein übergewichtiger Junge / übergewichtiges Mädchen unterhält sich mit seiner Mutter. Hiermit sollen die Schülerinnen und Schüler provoziert werden. Typische Vorurteile bezüglich Fast Food sollen thematisiert werden. Die Verkleidungsutensilien (witzig bedruckte T-Shirts) sollen die Motivationsphase humoristisch gestalten, um einen guten Einstieg in die Stunde zu erhalten. Die Abschlussfrage der Schülerin / des Schülers soll lauten: „Was ist Fast Food überhaupt?“.
Nun sollen die Schülerinnen und Schüler mögliche Antworten auf diese Frage auf Metaplankärtchen schreiben. Nachdem das Stundenthema an die Tafel gepinnt wurde, werden die Beiträge der Schülerinnen und Schüler zugeordnet (Metaplantechnik). Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern werden Merkmale von Fast Food festgelegt:
- schneller Service
- Geschmack gleich bleibend
- Theken- oder Straßenverkauf
- Zubereitung in Friteuse, Mikrowelle oder Grill
- Wegwerfgeschirr
- Zubereitung rationalisiert
- geringer ernährungsphysiologischer Wert
Diese Merkmale sind bereits auf dem Arbeitsblatt „Fast Food – Laufzettel“ abgebildet, es ist noch Platz für weitere Merkmale. In der verbleibenden Unterrichtszeit sollen die Schülerinnen und Schüler für sich notieren, wie sie sich in der letzten Woche außer Haus verpflegt haben.
2. Stunde – Stationsbetrieb Fast Food
Sollte der Klasse die Methode „Stationsbetrieb“ unbekannt sein, muss diese eingeführt werden: Das Klassenzimmer wird in vier Stationen eingeteilt, die durch Symbole erkenntlich gemacht werden. Durch eine Zuteilungsordnung (Wäscheklammern, Lostüte...) werden die Schülerinnen und Schüler in möglichst gleich große Gruppen eingeteilt. An den jeweiligen Stationen liegen Arbeitsanweisungen, Materialien und die Arbeitsblätter bereit. Die bearbeiteten Arbeitsblätter werden hinter dem Laufzettel abgeheftet. Für jede Station bekommen die Schülerinnen und Schüler 10 Minuten Bearbeitungszeit.
Station 1: Gründe für den Erfolg von Fast Food
Anhand verschiedener Bilder sollen die Schülerinnen und Schüler die subjektiven Gründe für den Erfolg von Fast Food herausfinden und sich darüber austauschen (siehe Arbeitsblatt „Fast Food – Station 1“).
Station 2: Nachteile von Fast Food
Anhand einer kleinen Expertenrunde mit Infomaterial sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Problemen von Fast Food auseinandersetzen (siehe Arbeitsblatt „Fast Food – Station 2“ und Sachinformation „Fast Food – Infokarten“).
Station 3: Wie „gesund“ ist Fast Food?
Mithilfe der Powerpoint-Präsentation „Fast Food – Snack-Test“ lernen die Schülerinnen und Schüler, anhand der ihnen bereits bekannten Ernährungspyramide verschiedene Fast Food-Produkte zu beurteilen (siehe Arbeitsblatt „Fast Food – Station 3“).
Station 4: Supersize me - Filmausschnitt
An dieser Station benötigen die Schülerinnen und Schüler ein Laptop und den Abspanntrailer des Films „Supersize me“ von US-Regisseur Morgan Spurlock (u.a. erhältlich am Stadtmedienzentrum Karlsruhe unter der Verleihnummer 4652806, DVD-Video).
Anschließend sollen die Fragen auf dem Arbeitsblatt „Fast Food – Station 4“ beantwortet werden.
3. Stunde – Lernzielsicherung
Gemeinsam mit der Klasse werden die Ergebnisse der letzten Stunde besprochen. Die Klasse versammelt sich an einer Tafel, auf der verschiedene Gerichte angerichtet sind. Die Lehrperson stellt aus den vorhandenen Lebensmitteln jeweils vier Menüs zusammen. Die Schülerinnen und Schüler sollen jeweils aus vier Fast Food-Menüs das gesündeste herausfinden.
Weiter werden mit den Schülerinnen und Schülern die wichtigsten drei Regeln im Umgang mit Fast Food-Produkten erarbeitet. Die Inhalte der Stationen der vorangegangenen Stunden fließen in die Gesprächsführung mit ein. Die drei Regeln werden an der Wand befestigt (siehe Powerpoint-Präsentation „Fast Food – Drei Regeln“).
Spiel (siehe Arbeitsblatt „Fast Food – Spiel“):
Bei dem Lernspiel treten die vier Gruppen gegeneinander an. Es werden Fragen zum Unterricht gestellt und witzige Aufgaben erledigt. Die Lehrperson stellt Fragen und gibt drei Antworten per Overhead-Folie zur Auswahl. Die Gruppe muss sich nun beraten, welche Antwort stimmt. Entscheiden sie sich für Antwort 1, muss ein Mitglied der Gruppe das McDonald´s-Hütchen aufsetzen. Ist Antwort 2 die richtige, muss ein Gruppenmitglied die Burger King-Krone aufsetzen, für Antwort 3 müssen sie die Rassel betätigen. Mehrfachnennungen sind möglich.
Benötigtes Zusatzmaterial: Hütchen von McDonald´s, Kronen von BurgerKing à auf Anfrage gratis erhältlich, Rasseln à Spielwarengeschäft
4. Stunde – Anwenden des Gelernten und persönlicher Bezug
Auf der Grundlage der neu erworbenen Erkenntnisse und der in der ersten Stunde angefertigten Listen wird eine Pro- und Contra-Debatte geführt. Anhand von Loskärtchen wird die Hälft der Klasse in zwei Gruppen eingeteilt.
Weiterführendes Filmmaterial zum Thema „Ernährung“ finden Sie in dem Dokument „Medienliste“.








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